L O A D I N G
stay the fuck home

Eigentlich wollte ich meine erste „Gesichts-Story“ auf Instagram posten, aber die Technik ließ mich nicht. Oder jedenfalls nur zur Hälfte.

Ich wollte sagen, dass es mir gut geht. Trotz Corona und den Folgen, die uns alle betreffen. Manche mehr, manche weniger, manche so richtig doll.
Mich fast gar nicht.

Mein schlechtes Gewissen, das ich deshalb unverschuldet habe, macht mich traurig: Während ich im Home Office sitze (was ich eh immer tue und genieße), in völliger Ruhe (ohne unterspaßte Kinder) meine Aufträge bearbeite, die glücklicherweise nicht weniger werden, und mich nach getaner Arbeit mit Max in Küche, Schlaf- oder Wohnzimmer oder einem unserer beiden Balkone treffe (was wir eh immer gern machen), bricht für viele da draußen die Welt zusammen. Finanziell und nervenaufreibend. Und im schlimmsten Fall sogar in tiefer Trauer.

Ich fühle mich absolut hilflos. Die Menschen, die einfach nicht verstehen wollen, dass die Lage ernst ist, machen mich wütend. Die Ignoranten, die an der Supermarktkasse die nicht zu übersehenden Abstandshalter links liegen lassen, die Super-Coolen, die sich weiterhin in Cafés mit Handschlag begrüßen, die Mutter mit hustendem Kleinkind, die sich direkt neben meine Mutter (Risikogruppe) stellt.

Ist es so schwer, sich einfach zurückzuhalten? Zu Hause zu bleiben? Ich glaube nicht.

Mein Mitgefühl und Dank gilt allen, die ganz vorn an der Front arbeiten: Der Verkäuferin, die sich von Idioten anschreien lässt, weil das Klopapier in Ihrer Drogerie-Filiale ausverkauft ist; der Ärztin, die bepöbelt wird, weil sie nicht jeden testen kann; dem Erzieher, der die Kinder betreut, die nicht zu Hause bleiben können; dem Paketzusteller, der weiterackert, als wäre nichts; allen Eltern, die Nerven aus Stahl brauchen.
Vielen Dank, dass ihr das macht und aushaltet!

Ich tue derweil lediglich eins: Ich bleibe zu Hause.

 

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